Biografie

1984 in Karl-Marx-Stadt (jetzt Chemnitz), der ehemaligen DDR, geboren. 1994 Besuch des humanistischen Gymnasiums „Hohe Straße“ (jetzt Karl-Schmidt-Rottluff Gymnasium). 2003, nach Abitur und absolviertem Zivildienst auf der gastroenterologischen und Dialyse-Station im Klinikum Chemnitz, Beginn des Studiums der Wirtschaftsmathematik an der TU-Chemnitz. 2004 Abbruch und Wechsel zum Studiengang Maschinenbau. Anfang 2006 erneuter Abbruch und kurze Rückkehr ins Klinikum Chemnitz als Pflegehelfer im Herzkatheterlabor. Kündigung im April 2006, daraufhin arbeitlos.
Es folgten das Schreiben von Kurzgeschichten und die Lust zu filmen. Von August 2006 bis Februar 2007 erste Filme zusammen mit Frank Schubert im Rahmen des SAEK (sächsischer Ausbildungs- und Erprobungskanal). Parallel dazu innerhalb der Chemnitzer Kunstfabrik als 1-Euro-Jobber tätig. Auch dort filmische Arbeiten und Umgang mit jugendlichen und erwachsenen Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung. Anschließend bis September 2008 weitere Filme innerhalb der Chemnitzer Filmwerkstatt e.V.. Inhaltlich und formell orientieren sich die von 2006-2008 entstandenen Filme am Horror- und Trashfilm/B-Movie. Neben diesen fiktionalen Arbeiten, aber auch erste dokumentarische und essayistische Versuche.
Von Oktober 2008 bis März 2014 Studium der Film- und Fernsehregie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“, Potsdam Babelsberg. Innerhalb des Studiums Orientierung hin zur dokumentarischen Form. Mit Fokus auf der Darstellbarkeit diverser, sexueller Praktiken. Themen sind Zoophilie, BDSM und Sklavenrollenspiel.
Nach Beendigung des Studiums Fortsetzung der filmischen Auseinandersetzung anhand mehrerer kurzer und mittellanger Filme zu den Themen Knastrollenspiel, Ageplay/Adultbabys und Kannibalismus. Seit 2015 vermehrt Tätigkeit als Editor und dramaturgische Berater. Von 2017 bis Oktober 2019 ausschließlich dahingehend tätig gewesen.
Seit November 2019 Wiederaufnahme der filmischen Beschäftigung mit Neugier, Sex und Körper in Form einer Reihe kurzer Filme im Spannungsfeld von Dokumentarfilm und Pornografie.
Nach Sichtung von 79 Langfilmen und über 40 Kurzfilmen, TV-/Serien-Episoden, Werbespots und Musikvideos mit Keanu Reeves als Schauspieler, Erzähler und/oder Stimme erhielt Jan Soldat sein Diplom in Keanulogie.
Nach der Sichtung von 103 Filmen mit Nicolas Cage bekam Jan Soldat die Priesterwürde in der „Church Of Cagism“ verliehen.
Aktuell arbeitet Jan Soldat an seiner Doktorarbeit über Udo Kier.